Einmal auf Anfang, bitte! Das Schicksal der guten Vorsätze.

Vorsätze für 2017? Ich denke wohl eher nicht. Nach all den Jahren stehe ich hier am Anfang des neuen Jahres und kapituliere. Nein. Eigentlich kapituliere ich gar nicht. Ich stelle mich der Wahrheit. Meine Vorsätze habe ich nie einhalten können und wenn ich mich so umschaue, konnten das die Menschen um mich herum auch nicht so recht. Na gut. Alle möchte ich hier nicht über einen Kamm scheren, da draussen gibt es natürlich Personen, die es schaffen, ihre eigenen Vorsätze das Jahr hindurch zu retten. Chapeau an dieser Stelle. Ich gehöre nur leider nicht zu dieser Kategorie Mensch. Das Jahr 2016 wollte ich nicht mit großer Frustration beginnen, weil ich nicht einen meiner glorreichen Vorsätze umgesetzt hatte. So entschloss ich das neue Jahr ohne Vorsätze einzuleiten.

2016 war extrem ereignisreich. Ich bin aus London nach Zürich gezogen.  Wurde von Freunden für Verrückt erklärt, dass ich nach nur 6 Monaten Fernbeziehung in eine gemeinsame Wohnung mit meinem Freund zog. Habe das Wandern für mich entdeckt. Habe neue Freunde kennen gelernt und andere Freundschaften weiter vertieft. Bin nach 12 Jahren das erste Mal wieder  im Meer schwimmen gewesen. Bin mutiger geworden. War viel unterwegs und habe viel gesehen. Mein 2016 war großartig. Ich habe viel gelacht. Ich habe viel geweint. Und ich habe noch mehr gelacht. Für mich ist daher klar: Gute Vorsätze sind überflüssig da 1. sie werden eh nicht eingehalten und 2. das Leben ohne einfach viel schöner ist. Somit komme ich also zu dem Entschluss, dass dies wohl das Schicksal der Vorsätze sein muss: sie bleiben unerfüllt.

Was 2017 für mich bereithält weiß ich nicht. Genau wie 2016 möchte ich die nächsten 363 Tage ohne Regeln und Vorsätze verbringen. An meinen Fehlern, Träumen und meiner Gesundheit möchte ich aber schon arbeiten. Ziele sollen erreicht werden, Abenteuer müssen geplant werden. Vor allem möchte ich in 2017 achtsamer sein. Ich will das Leben erleben, genauso wie es sich von Augenblick zu Augenblick entfaltet. Dazu muss ich mich von meinem guten Freund, Herrn Autopilot, verabschieden, aber auch lernen, mein Gedankenkarussell etwas zu dämmen. Ich möchte Dinge bewusster wahrnehmen und aufmerksamer durchs Leben streifen. Ich möchte nicht von einem Moment zum nächsten Rauschen ohne mich daran erinnern zu können, weil ich in Gedanken komplett woanders war. Besonders in meinem chaotischen Privatleben muss ich mich mehr sortieren und mich von meinem Alltagsstress entfernen.

Erstmal werde ich mich mit dem Thema etwas mehr auseinandersetzen müssen, da ich unterm Strich eigentlich so gar keine Ahnung habe, wie das mit der Achtsamkeit eigentlich funktioniert.

Aber um nochmal auf die Vorsätze zurück zu kommen, ich brauche keine um zu wissen, dass ich etwas ändern muss. Ich reflektiere. Und das sehr viel. Ich brauche keine Neuanfänge in meinem Leben.

Meine Abenteuer entstehen meist spontan und aus der Laune heraus. Dies kann zu großer Frustration führen liebe Freunde, da diese oft mangels Zeitknappheit nicht zu Stande kommen. Besonders, wenn es um grössere Reisen geht, muss ich lernen besser vorbereitet zu sein und auch Reisen mit Freunden müssen im Vorfeld abgesprochen und geplant werden. Mein erster Trip startet schon nächste Woche nach Barcelona und auch hier muss ich mir ganz klar eingestehen mit der Buchung des Hotels bis eine Woche vor Abreise zu warten war nicht mein cleverstes Vorhaben. In diesem Fall hatte ich Glück und es wartet ein schönes Petit Hotel im Zentrum Barcelonas auf mich und meinen Freund.

Zu diesem Jahreswechsel werde ich den Worten von Charlotte Brontë folgen und es vermeiden weder nach vorne noch zurück zu schauen, ich werde versuchen, einfach hochzuschauen. Und somit achtsamer durchs Leben streifen.

Euch wünsche ich viel Gesundheit, Glück und Liebe und dass all eure Träume und Ziele für 2017 in Erfüllung gehen.

Love,
Cate

The fate of New Year`s Resolutions.

Another year. Another resolution added to the long list of what you should or shouldn’t do the next 363 days ahead. We all vow to do a whole lot of things most of us will not follow through, at least that was the case for me. I used to start the new year frustrated with an endless list of resolutions. 2016 was supposed to be different. And it was. I moved away from the rules and just went with what life gave me. And it gave me so much.

2016 was a year filled with adventures, lots of laughter, many tears, and more laughter. I moved from buzzing London to a more quiet city in the heart of Europe, Zurich. I found happiness in hiking. Met new people, and got to know a culture that was completely different to how I expected it to be. I fell more in love with my man every single day but I was also heartbroken. Heartbroken because I missed my friends around the world – still do. For the first time in 12 years I swam in the ocean. I overcame my fears – ok, some of them at least. I travelled to beautiful places and with every step I took, I evolved into a brave little wanderess. My 2016 was fantastic.

When I look around I can see that I`m not alone in this New Year`s resolution mess. People around me don`t manage to achieve whatever resolutions they put on their list and get frustrated. Ok, yes, I do know one or two people who manage to stick to their resolutions. Chapeau! But I don´t belong to those people. So making new ´guidelines` on how to live the next year is not for me. And maybe not for you?

Based on what I have experienced up until 2016, I must conclude that the fate of New Year`s resolutions is not to be realized.

I don`t need resolutions to know I have to change something in my life. I reflect a lot and being healthy and looking out for oneself should always be present in one`s mindset. I don`t need new beginnings. I explore and experience great adventures, learning all the time.

Of course I want to work on myself and grow as a person. For 2017 I want to structure my chaotic personal life a bit and plan my adventures in good time. But also I want to practice myself in mindfulness. I want to be fully present in my own life not chasing whatever the future brings or walking in the past. I want to be more aware of what happens around me and enjoy the moment. I`m going to say goodbye to my old friend autopilot and start to observe my own thoughts, things around me, just details. Being mindful will also help me become more focused and structured in my future adventures.

I`m going to follow Charlotte Brontë`s advice and `try to avoid looking forward or backward, and try to look upward.`

For 2017 I wish you all happiness, love and good health!

Love,
Cate

3 thoughts on “Einmal auf Anfang, bitte! Das Schicksal der guten Vorsätze.

  1. Meine allerliebste Cathrin, was für ein schöner Post! Ich liebe deine Texte und bin immer ganz aufgeregt, wenn ich sehe, dass du etwas neues geschrieben hast. Dann suche ich mir so schnell wie möglich einen ruhigen Moment, um ganz schnell zu lesen, was du schreibst 🙂
    Ich wünsche dir ein wunderwunderschönes 2017! Über Achtsamkeit können wir uns hoffentlich bald in real life austauschen!!!
    Xx
    Rosa Larissa Klara
    conscious lifestyle of mine

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