Ibiza & mein Herz tanzt

Vorweg: Ibiza war irgendwie nie so richtig auf meinem Radar. Party und durchzechte Nächte? Nein danke. Selbst bei der Abreise aus Zürich war ich noch skeptisch. Wie voreingenommen ich doch war. Nicht alles ist Party und nicht alle Orte sind überfüllt. Zumindest nicht in der Vorsaison im Mai. Ibiza ist eine Schatzinsel. Es gibt viele einsame Plätze, die einen verzaubern, fernab vom Jubel und Trubel der Partymeile in Playa d`en Bossa. Der Abenteurer in uns kommt zumindest nicht zu kurz auf der Suche nach den paradiesischen Strandabschnitten, den hohen roten Klippen oder beim Erklimmen des höchsten Inselgipfels Sa Talaia in der Gemeinde San Josep. Auf Ibiza treffen sich Sonnenanbeter, Abenteurer, Traumtänzer, Überlebensküsntler und Ruhesuchende. Die Insel ist ganz einfach ein facettenreiches Paradies für jeden Besucher.

Ibiza ist eine überschauliche Insel mit kurzen Fahrtwegen. Sie ist zwar klein, aber sie hat enorm viel zu bieten. Vor allem aber macht Ibiza glücklich. Das liegt an der Sonne, den herzlichen Ibizenkos, den Hippies und der traumhaft schönen Natur. Mein Herz tanzt, wenn ich mich an die Buchten mit dem türkisblauen und glasklaren Wasser zurück erinnere. Geografisch ist die Insel im Mittelmeer den Balearen zugeordnet. Die Flora und Fauna vielfältig.

Die Unterkunft

Übernachtet haben ich und meine Kollegen im Grand Palladium White Island Resort & Spa. Hier sollte ich vielleicht kurz erwähnen, dass ich für einen Reiseveranstalter arbeite und ich mit auf meine erste Inforeise durfte. Das Palladium White ist ein 5 Sterne Hotel direkt an der Partymeile Playa d`en Bossa. Von der Party habe ich aber nichts mitbekommen. Lag wahrscheinlich daran, dass die Partysaison erst Mitte/Ende Mai eröffnet wird. Vielleicht lag es aber auch an den sehr gut isolierten Fenstern. Die Anlage war jedenfalls wunderschön mit direktem Zugang zum Strand. Es war mein erster Besuch in einem all-inc. Ferienresort. Das Buffet ist reichhaltig und der Wein wird ohne nachzufragen sofort nachgeschenkt. Ziemlich gute Voraussetzungen für einen genialen Urlaub. Ibiza-Stadt lässt sich mit dem Taxi in etwa 10 Minuten und nur 15€ weniger im Portemonnaie erreichen.

Sonnenuntergänge für magische Momente

Wer magische Sonnenuntergänge jagen möchte, hat mit Ibiza genau den richtigen Ort gefunden. Am Sunset-Strip in Sant Antoni kann man das nämlich besonders gut. Hier können Sonnenanbeter einen perfekten Blick auf die glühende Abendsonne werfen, bevor sie sich für die Nacht ins Meer verabschiedet. Es gibt viele paradiesische Buchten entlang der Nord- und Westküste an denen atemberaubende Sundowner beobachtet werden können. Wer Abwechslung mag, kann sich bei einer Entdeckungstour also auch die eigene Lieblingsbucht aussuchen und den Sonnenuntergang bei einem leckeren Vino geniessen.

Das Hippie Herz tanzt

La isla magíca – das ist Ibiza. Meinen magischen Moment hatte ich wohl auf dem Hippiemarkt. Wir haben den Markt in Las Dalias besucht. Dieser ist zwar nicht der grösste Markt, aber dafür einer der schönsten. Das wurde uns jedenfalls erzählt. Zwischen Traumfängern, Federn und selbstgemachten Schmuck blühte auch mein Hippie-Herz auf. Die Preise sind fair und der Schmuck kann direkt an den Ständen selbst zusammengestellt werden.

Der Inselbesucher wird ständig von sanften House- und Lounge Klängen begleitet. So auch auf dem Hippie-Markt. Ein schönes Gefühl, besonders wenn man dem Treiben der Locals beobachtet. Hippie-Kinder spielen unter den Tischen der Verkäufer, sie sind in ihrer ganz eigenen Fantasiewelt unterwegs. Man selbst ist dem Duft von Sandelholz ausgeliefert und schlendert verträumt durch die breiten Gassen des Marktes. Die Verkäufer gelassen freundlich. Niemand ist aufdringlich. Jeder ist in seinem eigenen Element. Die Hippie-Goodies stapeln sich auf den Tischen und jedes Schmuckstück ist irgendwie anders. Handgemacht eben. Im Herzen des Marktes befinden sich ein Café und ein Restaurant, in denen man verweilen und beobachten kann.

Altstadt-Romantik

Das Herzstück von Dalt Vila, die bekannte Festungsstadt von Ibiza-Stadt, bildet die Kathedrale Nostra Senyora de la Neus. Der Name der Kathedrale bedeutet in etwa „Unsere Jungfrau des Schnees“, was recht absurd ist, denn auf Ibiza gibt es pro Jahr circa 300 Sonnentage. Von der Kathedrale aus ziehen sich verwinkelte und enge Gassen den Hügel hinunter runter zu den Stadtmauern und weiter zum Stadthafen. Beim Abstieg erwarten einen bunte Geschäfte am Plaza de la Vila, die zum Bummeln einladen. Seit 1999 gehört die Altstadt, aber auch die prächtigen Posidona-Seegraswiesen, die phönisch-punische Nekropole von Puig des Molins und das Ses Salines zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die perfekte ibizenkische Mischung aus Abenteuer und Natur

Am letzten Tag liessen wir uns auf einer Jeep Safari den Wind um die Ohren sausen. Am Hotel eingesammelt machten wir uns direkt auf ins 6- stündige Abenteuer. Im offenen Jeep fuhren wir durch Regionen auf der Nord-, Ost-, und Westinsel. Wir fuhren off-road über steile, holprige und sehr enge Strassen, die nicht viel Raum für Gegenverkehr liessen. Auf versteckten Pfaden fanden wir unseren Weg zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten über Ibizas Küste und auch das Landesinnere. Das Gelände: Ursprünglich. Mandel-und Zitronenbäume, aber auch die typischen Pinien zieren das Inselbild. Der Fahrer, nicht nur Spezialist im Jeep Fahren, sondern auch im Erzählen, gab uns eine Einführung in die Vegetation der Insel und der Geschichte Ibizas. Eine kleine Kräuterkunde gab es gratis obendrauf. Wir, vom Wind und Sonnenschein berauscht, standen im offenen Jeep und gingen unseren Glücksgefühlen nach. Die Aussicht zu atemberaubend, um zuzuhören.

Während der Jeep Safari ist mir erst bewusst geworden, wie vielseitig die Mittelmeerinsel eigentlich ist. Hohe Felswände mit der schönsten Aussicht laden zum Klettern ein, die hügeligen Strassen sind für Radsportler sehr attraktiv und die langen Strände und traumhaften Buchten laden zum Entspannen und Verweilen ein. Naja und dann ist da natürlich noch Ibiza die Partyinsel. Ein kleines aber feines Faktum, dass wir nicht vergessen dürfen. Besonders in den Sommermonaten begeben sich Traumtänzer auf den Weg zu ihrem ganz persönlichen Party-Mekka.

Einheitlich beschlossen, war die Jeep Safari absolutes Highlight während unseres Besuchs auf der wohl magischsten Insel im Mittelmeer. Und so verliessen wir am Sonntagabend sonnengeküsst und wohlig ums Herz die Insel zurück nach Zürich.

Fazit: Um den Alltag zu entfliehen und die Akkus aufzuladen brauche ich Entspannung, Abwechslung und vor allem aber viel Nachtruhe. Genau das und vieles mehr haben mich auf Ibiza erwartet. Absolute Reiseempfehlung von mir.

Love,
Cate

P.S. : In der Fotografie Ecke gibt es noch mehr Bilder vom Urlaub! Hier entlang bitte =)

4 thoughts on “Ibiza & mein Herz tanzt

    1. Dankeschön! Oh ja den vermisse ich auch! Nächstes Wochenende erstmal gemeinsam Zürich und ein wenig Schweiz erkunden 🙂 Love you

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