Klöntalersee und das Glarnerland.

Oh du schöne Schweiz. Warum habe ich dich noch nicht früher besucht? Du raubst mir jedes Mal aufs neue den Atem.

Gestern haben wir uns spontan auf den Weg ins Glarnerland gemacht. Ziel: Klöntalersee und die nähere Umgebung. Die Fahrt aus Zürich dauert etwa eine Stunde und ist nicht weniger spektakulär als das Ziel selbst. Vorbei an Seen, endlosen Weiden mit grasenden Kühen und Berglandschaften, ist es schwer, sich aufs Fahren zu konzentrieren. Lange Serpentinen, für einige Stress pur, für mich schönstes Fahrerlebnis. Um die Bremsen etwas von den schlangenförmigen Pässen zu schonen sind einige Pausen zur Abkühlung  des Autos aber auch für uns sehr willkommen. Verborgene Schätze am Straßenrand sind fast überall zu finden und kleine Aussichtspunkte laden ein spektakuläre Aussichten zu geniessen.

Unseren ersten großen Stop hatten wir direkt am Klöntalersee. Die Serpentine hinauf kamen wir gar nicht mehr aus dem Staunen hinaus, denn hinter jeder Kurve verbarg sich eine Aussicht, schöner als jene zuvor. Als Dorfkind liebe ich die Natur und auch wenn sich diese Liebe erst mit der Zeit entwickeln musste, fühle ich mich am unbeschwertesten, wenn ich im Freien bin. Die Glücksgefühle überkommen einen bei der ersten Brise die einem um die Nase weht, beim ersten Sonnenstrahl, der sich auf der nackten Haut niederlässt. Dazu die atemberaubende Aussicht. Das Leben steht still, die Erde dreht sich auf einmal nicht weiter und im Fokus stehst nur du und die Natur und das Schattenspiel der Vögel auf dem See. Nichts ist in diesen Momenten wichtiger als im hier und jetzt zu sein. Die Stille zu geniessen. Achtsam zu sein. Egal welche Probleme dich im Alltag plagen, sie sind hier nicht wichtig. Sie sind für den Augenblick vergessen. Die Seele ist rein und heile und voller Glückseligkeit. Dankbar für soviel Schönheit.

Ich liebe es nach dem Spaziergang und dem ganzen Fotografieren zurück ins Auto zu kommen, die Heizung einzuschalten und den Tee aus der Thermoskanne zu trinken, damit die Wärme schnell zurück in die kalten Finger findet. Das Lunchpaket wird ausgepackt, in der Stille wird gegessen bis wir langsam wieder zu Worten finden.

Die Fotografie ist immer ein wichtiger Bestandteil in unseren Ausflügen. Patrick fotografiert am liebsten mit seinem Juwel, eine alte analoge Konica. Spannend ist es jedesmal, wenn Patrick vom Entwickler des Vertrauens Nachhause kommt und wir gemeinsam die gescannten Bilder anschauen, in der Hoffnung auf kleine Goldstücke zu treffen. Ich hingegen fotografiere meist mit einer Nikon D32oo und probiere mich noch ein wenig aus. Knipse einfach drauf los. Die Bilder vom gestrigen Ausflug könnt ihr in meiner Photography Section anschauen.

Auf dem Heimweg entschlossen wir noch einen kurzen Stop am Walensee zu machen, da uns dieser vom Heimweg eines anderen Ausflugs noch in Erinnerung geblieben ist. Am See angekommen parkierten wir das Auto direkt am Ufer. Noch immer etwas unterkühlt vom vorherigen Spaziergang genossen wir die Aussicht aus dem Auto heraus.

Ich hoffe, euch gefallen die Bilder und wünsche allen Lesern einen schönen dritten Advent.

Love,
Cate

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