This week #1

Die staubigen und leblosen Tage auf meinem Blog sind vorbei! Ich werde versuchen meine Woche schriftlich Revue passieren zu lassen und euch in meinen Alltag mitzunehmen. Worüber ich schreiben werde? Tja, das weiß ich auch noch nicht so recht. Die Montagsupdates kennt ihr sicher von anderen Bloggern. Ich denke mein recap wird sich ähnlich gestalten.

This week. Um ehrlich zu sein, habe ich diese Woche das Bett kaum verlassen. Eine Blockade im Rücken hat mir das Bewegen fast unmöglich gemacht. Den Sonntagmorgen verbrachte ich in der Notaufnahme. Zuvor versuchte ich jedoch vergebens das Bett zu verlassen. Ich rollte von einer Seite zur anderen. Auf den Rücken. Auf den Bauch. Versuchte die Beine zu heben. Versuchte den Oberkörper aufzusetzen. Es nützte alles nichts. Ich kam nicht aus dem Bett. Ich lachte vor schmerzen und ich jammerte vor mich hin. In meinem Batman Shirt und mit all meiner Kraft schaffte ich es dann doch mich so weit über die Kante zu rollen, dass zumindest der untere Teil meines Körpers, welcher sich entschieden hatte die Impulse aus meinem Gehirn komplett zu ignorieren, den Boden berührte. Tja. Leider kam ich aus dieser Position auch nicht mehr heraus. img_2040Mein Partner, der amüsiert das ganze Spektakel von der Tür aus beobachtete, eilte zur Hilfe. Ich überwältigt von den Schmerzen willigte ein. Nur wenige Minuten zuvor war ich überzeugt ich könnte alles alleine schaffen. Erkenntnis des Tages: so schwierig es sein mag und egal wie selbständig und unabhängig man als junge Frau sein möchte, manchmal ist es eben doch das Beste einfach Hilfe anzunehmen.

„Paterson“ Als passionierte Kinobesucherin freute ich mich schon lange auf den neuen Film von Jim Jarmusch. Der Protagonist, gespielt von Adam Driver, ist ein dichtender Busfahrer in Paterson, New Jersey. Driver ist großartig. Er ist sensibel und aufmerksam und nimmt den Zuschauer auf eine eher unspektakuläre Reise mit: seinen Alltag. Die Abfolge von Wiederholungen gespickt mit subtilen Variationen von Alltagshandlungen verleihen dem Film selbst ein Hauch Poesie. Gesprochen wird wenig. Getragen wird der Film von den Beobachtungen des stillen Helden, dem Busfahrer. Leider konnte ich mich nicht ganz auf den Film konzentrieren, weil mich das Sitzen maximal durch die Schmerzen im Rücken angestrengte. Berührt hat er mich dennoch und bekommt beide Daumen hoch und Jubel für ein perfektes Zusammenspiel von Ton, Bild und Schauspiel.

London. Meine zweite Heimat und die Stadt, der ich mein Herz schenkte. Einige Jahre lebte ich hier on/off. Studierte und arbeitete. Vor fast einem Jahr begab ich mich auf ein neues Abenteuer und verabschiedete mich von der Stadt, die mich auf so viele Weisen prägte. Mitte März geht es endlich wieder zurück, ein bisschen Großstadtluft schnuppern, Freunde und Familie besuchen. Sightseeing ist nicht geplant, aber ich denke ich werde einen Beitrag vorbereiten und euch auf das andere London fernab der Oxford Street und den Touristen mitnehmen.

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London Canary Wharf

Get Higher. Nachdem sich die Blockade im unteren Teil meines Rückens löste und ich die Kontrolle zurück hatte, verspürte ich den Drang den rostigen Körper in Bewegung zu bringen. Ich wollte hoch hinaus. Naja oder zumindest auf den Üetliberg. Mit fast 900 Metern über dem Meeresspiegel, der höchste Berg in unmittelbarer Nähe. Die Spitze befindet sich ca 5km bergauf von unserer Haustür entfernt. Perfekt für einen Spaziergang  – nur vielleicht nicht im Februar. Den Laternenweg entlang bahnten wir uns den Weg nach oben. Zumindest so weit, bis der steile Wanderweg zu eisig war. Im Nachhinein wünschte ich jemand hätte uns bei unseren Bemühungen gefilmt. Da wir nicht richtig hoch aber auch nicht mehr nach unten gehen konnten, krabbelten und kletterten wir die Serpentine hinauf, bis der Weg wieder begehbar war. Diese kleine Peinlichkeit sollte uns natürlich nicht erspart bleiben, denn irgendwann zischte ein Jogger unbeschwert an uns vorbei. Unangenehm! Egal. Wir waren mehr als happy, als wir endlich das Ziel lebendig und ohne Verletzungen erreicht hatten. Fazit: nächstes mal besseres Schuhwerk anziehen und definitiv die Wetterverhältnisse der vergangenen Tage eingehend studieren.

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Laternenweg, Üetliberg.

Réunion. In genau diesem Moment sitze ich im Flieger. Es ist Freitag. Wir befinden uns schon im Landeanflug. Obwohl ich ein oft gesehener Gast der verschiedensten Airlines bin, bin ich kein Freund vom Fliegen. Ich bin ein Angsthase. Einen anderen Grund gibt es nicht. Insofern kein Roadtrip geplant ist, ziehe ich die gemütliche Zugfahrt allen anderen Transportmitteln vor. Heute geht es nicht auf einen Roadtrip, sondern nach Hamburg um meine Mädels zu sehen. Falls euch interessiert, wie Fernfreundschaften langfristig funktionieren können, findet ihr hier zwei Beiträge: Long-distance survival guide Part I und Part II. Über unser Wochenende berichte ich dann im nächsten Beitrag.

Love,
Cate

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