Mein London. Eine kleine Reise zu meinen Lieblingsorten – Part I: Parks und Gärten.

Heute möchte ich euch auf einen kleinen Rundgang in mein London mitnehmen. In das London in das ich mich verliebt habe. Ein London meist fern ab der Touristen, wo sich die Locals befinden oder auch niemand. Außer ich. Und vielleicht du. Das liegt jetzt an dir.

Während meiner Zeit in London habe ich viele Lieblingsorte und Aktivitäten für mich entdeckt und weil ich diese nicht alle in einen Post verpacken möchte – zu viel Text – werde ich mehrere kurze Beiträge zum Thema Mein London verfassen.

Ich habe in verschiedenen Zonen und Stadtteilen Londons gelebt. Das schönste Zimmer hatte ich in Poplar. Die schönste Gegend in Hampstead. Und die schnellste Anbindung zur Arbeit in Seven Sisters. Nach Seven Sisters, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Kliffküste in Sussex, werdet ihr euch aber wohl eher nicht hin verirren. Dort gibt es nichts. Außer vielleicht ein paar schöne, teils verwilderte Parks. Die gibt es aber auch zentraler. Und somit auch leichter zu erreichen.

Da die Einleitung für Parks ja irgendwie schon steht, steige ich hier direkt mal ein. In dieser Kategorie gibt es gleich mehrere Favoriten. Ich mag Hampstead Heath. Dort gibt es den Parliament Hill mit einer fantastischen Aussicht über Londons Skyline. Es gibt Badeseen und es gibt Waldabschnitte. Wenn man nicht unbedingt im See baden möchte, kann man Joggen, Spazierengehen oder im hohen Gras liegen und das Wolkenschauspiel und die Drachen im Wind beobachten. Ich mag das ganz gern. Hampstead Heath bietet die perfekte Gelegenheit dem Großstadtjungle für ein paar Stunden zu entfliehen.

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Parliament Hill, Hampstead Heath

Im westlichen Heath befindet sich am Rande eines Waldes ein verwunschener Ort. Ein mit der Zeit in Vergessenheit geratener Garten mit einer Art erhöhtem Laubengang. The Hill Garden and Pergola ist nicht leicht für den wanderlustigen Entdecker zu finden. Google Maps oder mein heimlicher bester Freund Citymapper bieten sich als treue Helfer auf dem Weg in diesen paradiesischen Garten. Es ist ein Ort der Ruhe. Verlassen und versteckt vom Großstadtwahnsinn. Ideal um den Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen. Dieses leicht verwilderte, magische Plätzchen aus einer anderen Zeit war einer der ersten Orte die Herr Patrick und ich gemeinsam besucht haben. Vielleicht ist er auch deshalb so schön in Erinnerung geblieben. Leider habe ich alle meine Fotos von diesem Tag verloren. Nur 2 konnte ich auf meinem Instagram Account wieder finden. Macht aber auch nichts. Einige Erinnerungen behält man dann eben fest im Herzen.

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The Hill Garden and Pergola

Einen weiteren magischen Erholungsort fand ich in der Ruine St. Dunstan in the East, nicht weit von meiner alten Arbeit entfernt, zwischen großen Bürogebäuden, dem Walkie Talkie oder Cheese Grater. Die Ruinen einer Kirche, erbaut im Mittelalter und zerbombt im Zweiten Weltkrieg, dienen heute als Kulisse für einen kleinen Park. Unter der Woche kann sich diese kleine Oase der Entspannung zum Lunch dann doch etwas füllen, wobei an Wochenenden dieser Teil Londons ganz leer, ja fast ausgestorben ist. Die Zeit vergeht etwas langsamer als sonst und man bekommt das Gefühl eine andere Seite, eine sanftere Seite Londons zu entdecken. Dies ist mein absoluter Favorit unter den Parks in London, die ich bisher besucht habe. St. Dunstan in the East hat deshalb auch einen Platz in meiner Big City Escape Reihe erhalten.

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St. Dunstan in the East Church Garden

Dann gibt es den Primrose Hill im Regent`s Park. Dieser Aussichtspunkt ist sehr leicht zu erreichen und bietet wohl den schönsten Ausblick auf die Skyline. Hier sind Touristen unterwegs, aber auch viele Locals die in Swiss Cottage, Notting Hill, St. John`s Wood oder einen der anderen anliegenden Bezirke wohnen. Abends liegt vor allem eine nussig-würzige Duftnote in der Luft. Ihr wisst schon. Zum Guy Fawks Day und zum Jahreswechsel sind von hier die besten Feuerwerke über der Skyline zu beobachten und auch die Sonnenauf- und Untergänge machen den kleinen Hügel im Zentrum zu einem sehr beliebten Treffpunkt. (Header image: Primrose Hill).

Der Kyoto Garden im Holland Park. War mal ein Geheimtipp. Heute ist er das wohl eher nicht mehr. Einen Besuch solltet ihr dennoch auf eurer Reiseliste vermerken. Es ist ein recht überschaulicher Japanischer Park mit freilaufenden Pfauen, Kirschblüten und einem Fischteich. Eine kleine Wohlfühloase mitten im Zentrum.

2010 Studierte ich ein Semester lang an der Kingston University. In dieser Zeit lebte ich in Richmond. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt. Zum Lesen und Lernen bin ich wahnsinnig gerne in den Richmond Park gegangen. Dieser Park ist mit 10 km2 nicht nur der größte Park Londons, sondern auch Europas im Urbanen Jungle. Was diesen Park so besonders macht sind die freilaufenden Hirsche. Davon gibt es nämlich ca. 650. Wenn man Glück hat, kann man sogar welche streicheln. Es sei denn man ist ein Angsthase so wie ich es bin. Dann streichelt man keine Hirsche. Dann beobachtet man sie nur. Aber vielleicht bist du ja mutiger als ich. Im Park gibt es mehrere Bushaltestellen und auch Parkmöglichkeiten, falls man das riesige Gelände mit dem Auto abfahren möchte.

Es gibt natürlich noch weitere namenwerte Parks in London mit ihren ganz eigenen Geschichten. Bekanntere Parks, leichter zu erreichende Parks etc. Dies ist wirklich nur eine Selektion von meinen Lieblingen.

Wie bei den meisten Parks solltet ihr immer die Öffnungszeiten beachten. In der Norm öffnen sie zwischen 7:00 und 7:30 und schließen eine halbe Stunde vor Einbruch der Dunkelheit. Ganz sicher mit dieser Pi mal Daumen Regel bin ich mir nicht. Naja. Und zur Not bietet das World Wide Web die richtige Antwort.

Viel Spaß beim Erkunden.

Love,
Cate

 

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